Eric Seibert iwer biblische Atrozitäte

English version

Lorraine Franconian / Lothringisch

De progressive Evangelikale Theolog Randal Rauser hat de Bibelwessenschaftler Eric Seibert iwer de Thema der Gewalt in de Bibel interviewed.

Eric Seibert

Er hat gonz gut gezeigt, dass de gewähnliche Strategie von konservativen Evagelikalen (wie de Paul Copan oder de William Lane Craig) total doron scheitern, ze beweise, dass de Gott, de sie onbete, keen moralische Monschter isch (oder nit unner een zersplitterte Gehirn leidet).

Dennoch hon ich nit siene pacifistische Iwerzeugunge. Ich glawe on de Theorie des gerechten Kriegs on in de gerechte Strofe von iwlen Taten.

So es isch nit de Präsenz von Gewalt in de Bibel, de mich schockiert sondern Atrozitäte, die gegen Unschuldige begange worde sin, wie Kanaanitische Babies oder Säuglinge, oder een Gesetz, de beso hat, dass eeni vergewaltigti Frau, die nit gewagt hat, ze schrie, als Ehebrecherin besteenigt were soll.

Ich denke echt, dass es vellig unmächlich isch, solche Arte von Gesetzte als gottgewollt ze verteidige.

Nun wirft es viele Froje uf iwer de Inspiration der Schriften. Wenn mir wesse, dass es gonz klar Teele gibt, de  gegen Gottes Wille sin, wie kinn ma oneri Teele vertraue?

Ich glawe, dass en Paradigmenwechsel notwendig isch.

Evangelikale sollte ufhere, de Bibel als immer inspirierter als oneri christliche un jüdische Bicher onzesin, wie ich friher schon amol erklärt hon.

Solch een Verännerung impliziert nit unusweichlich, de theologische Liberalismus un Antisupernaturalismus ze akzeptiere.

Wie ich geschriew hon:

Um ein konkretes Beispiel zu nehmen, lese ich die Bücher von Paulus auf dieselbe Weise, wie ich die von C.S. Lewis lese: ich glaube dass beide vorbildhafte Christen, große Verteidiger des Glaubens und außergewöhnliche Männer waren, und die Existenz von logischen, empirischen und theologischen Fehlern in ihren Schriften verhindert mich keineswegs daran, all die richtigen Sachen wertzuschätzen, die sie herausgefunden haben.

Aber wenn wir nicht glauben, dass die sich im biblischen Kanon befindenden Bücher inspirierter als andere Bücher sind, wie können wir den Unterschied zwischen richtigen und falschen Aussagen über Gott machen?

Während ich nicht für alle progressive Christen sprechen kann, glaube ich, dass wir unsere Theologie auf der Tatsache basieren müssen, dass Gott perfekt sein muss, um überhaupt Gott zu sein.
Sogar wenn Menschen fehlbare Geschöpfe sind, sind sie völlig im Stande, die Vollkommenheit zu erkennen und herauszufinden, was moralisch richtig und falsch ist, wie Paulus es in den ersten Kapiteln des Briefs zu den Römern erklärt hat.

Sogar wenn de Bicher von C.S. Lewis nit ohne Fehler sin, sin de meeschte Christe eenverston, dass er een außerordentliche Mann Gottes gewese isch, viele echte geeschtliche Erfahrunge gehon hat un profunde Einsichte in Gottes Natur erreicht hat.

Awer Gott hat nit direkt durch ihn gesproche, er hat siene eigene kulturbedingte Konzepte verwendet, um iwer de Allmächtige ze schriewe, un zwangsläufig hat er sich aach monchmol geirrt.

Ich sehe de Apostel Paulus un oneri biblischi Schriewer on uf de selbe Weise: wie moderne christliche Autore hon sie echte Erfahrunge mit Gott gehabt un sich Gedanke iwer Ihn gemacht, die sie niedergeschriew hon.

Natürlich eliminiert eeni solchi Herangehensweise nit alle Schwierigkäite.

Denn warum hon Mensche, die behauptet hon, gläubig ze sin, Atrozitäte begange, die sie theologisch begrünet hon?

Konservative Protestante (aach ehemalige) konzentriere sich uf de Problem von de Atrozitäte in de Alte Testament, awer es isch nur een Teel von een generellere Schwierigkäit, nämlich de Problem von de göttliche Verborgenheit.

Christliche Conquistadoren, die de Massaker von de Indianern als Gottes Wille interpretiert hon oder isolierte Stämme, die routinemässig ihre Kinner ihre Gotte geopfert hon, sin aach gonz problematisch.

Denn in all diese Situatione hat Gott erlauwt, dass zahllose Mensche schädliche un möderische Glawe iwer Ihn gehon hon.

Während ich nit een solch breite Problem mit wenige Zeile löse kinn, glawe ich, dass Gott fähig isch, de Leid von de Opfer von religiöse Gewalt erlöse kinn, die sich fir een ewigliche Glick mit Ihm entschiede hon.

Ich wess wohl, dass es de Problem nit löst, awer ich glawe, dass es es viel lindert.

 

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