Die Größe des Apostels Paulus

English version: the greatness of the apostle Paul.

 

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Für die Kritiker des Christentums hat der Apostel Paulus einen ziemlich schlechten Ruf.

Während nicht wenige von ihnen anerkennen, dass Jesus eine außerordentlich hohe Ethik (zumindest für seine Zeit) hatte, wird generell Paulus als ein Bösewicht angesehen, der irgendwie die Botschaft seines Meisters verdorben hat.

Während ich selber ganz bestimmt denke, daß Paulus mehrere kulturbedingten falschen Glauben (wie über Frauen und Homosexuellen) hatte, bin ich überzeugt, dass er ein Mann voller unglaublicher Liebe und Altruismus war.

 

Um das zu bemerken gibt es keine bessere Stelle als den Anfang von Römer 9:

 

1 Ich sage in Christus die Wahrheit und lüge nicht und mein Gewissen bezeugt es mir im Heiligen Geist: 2 Ich bin voll Trauer, unablässig leidet mein Herz.  3 Ja, ich möchte selber verflucht und von Christus getrennt sein um meiner Brüder willen, die der Abstammung nach mit mir verbunden sind

 

Um seinen jüdischen Artgenossen Willen war Paulus bereit, sein eigenes Leben nicht nur in dieser Welt sondern auch für immer aufzuopfern. Um die Größe dieser altruistischen Liebe zu begreifen brauchen Sie sich nur zu fragen, wie es für Sie aussehen würde, Ihr ewiges Leben zum Vorteil anderer Menschen aufzugeben.

Aber dieser Text ist auch sehr herausfordernd für unser Verständnis des Opfertods Christi. Denn das vom Paulus beabsichtigte Opfer erscheint viel größer zu sein als die Qual, die Jesus bereit war, zu erleiden, bevor er auferweckt wurde.

 

 

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3 thoughts on “Die Größe des Apostels Paulus

    • Hey!

      Es kommt drauf an, wie man Himmel und Hölle betrachtet.
      Wenn Hölle wirklich ewiges Leiden bedeutet, dann hat man ein Problem, denn dann war Paulus bereit, für immer zu leiden, damit seine Mitjuden erspart bleiben.
      Jesus aber litt nur während eines Tages und wusste, dass er auferstehen würde.

      Andererseits hat man aber gute Gründe, zu denken, dass Hölle in der Bibel NICHT ewige Qual bedeutet, sondern den unumkehrbaren Verlust seiner Existenz.
      Diese Position (als Annihilationismus oder Vernichtungslehre bekannt) wurde von Chris Date im folgenden Interview verteidigt.

      https://lotharlorraine.wordpress.com/2014/02/25/eternal-hell-and-conditional-immortality-an-interview-with-chris-date/

      Er hält fest an der Irrtumslosigkeit der Bibel und hat kein besonderes emotionales Problem mit ewiger Pein, findet aber, dass diese Sicht gar nicht mit den biblischen Texten vereinbar ist .

      Interessanterweise äusserte sich die Kirche von England diesbezüglich wie folgt in 1995:
      “Hell is not eternal torment but non-being”.

      Wenn man davon ausgeht wird schon das Problem zu einem grossen Teil gelöst.

      Eine andere Möglichkeit besteht darin, anzunehmen, dass Paulus bei diesem Satz gar nicht an das immer währende Schicksal von Israel dachte, sondern vielmehr an sein irdisches Schicksal und die bevorstehende Zerstörung von Jerusalem durch die Römer, die er voraus geahnt hatte.
      Das würde natürlich die Schwierigkeit vollständig lösen.

      Liebe Grüsse aus dem unter einem (fast) ewigen Regen liegenden Lancaster 🙂

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